Wohnung-auf-Zeit - Wuppertal-Sonnborn
Etymologie 
Der etymologische Ursprung der alten Ortsbezeichnung Sonnborn taucht vorgeblich erstmals 874 mit der Erwähnung einer „basilica, quae est in Sunnebrunno“ (Sunnebrunno = Sonnenbrunnen) auf.Dieser Name lässt sich auf eine heidnische Kultstätte schließen, an deren Stelle eine christliche Kirche (basilica) errichtet wurde.

Geschichte 
Sonnborn war möglicherweise ein fränkischer Vorposten im Grenzgebiet zwischen dem Frankenreich und dem Einflussgebiet der Sachsen. Einziger Hinweis auf diese frühe Zeit ist allerdings Remigius-Patrozinium der Vorläuferbau der Sonnborner Hauptkirche, das in der Merowinger- und Karolingerzeit sehr beliebt war. Die häufig erwähnte Urkunde aus dem Jahre 874, die angeblich das älteste Gotteshaus im Wuppertal bezeugt, wurde als Fälschung entlarvt. In neuerer Zeit galt Sonnborn jahrhundertelang als westlicher Vorposten Elberfelds.
Die Höfe unterstanden anfänglich der Hofgerichtsbarkeit des zu Stift Gerresheim gehörendes Gutes Lüntenbeck. Später wurden sie der Gerichtsbarkeit der Herren Elverfeld zugesprochen. 1359 wurden sie dem Amt Solingen unterstellt und blieben dort bis 1808 und kamen zu Elberfeld. Im Zuge der Neuordnung der Kreise unter der Herrschaft der Franzosen wurde Sonnborn 1816 dem Kreis Mettmann und der Bürgermeisterei Haan zugesprochen. Wiederholt gestellte Anträge, wieder nach Elberfeld zugeordnet zu werden, wurden nicht berücksichtigt.
1867 wurde Sonnborn von Haan getrennt und zur selbständigen Bürgermeisterei erhoben. Erster Bürgermeister wurde 1868 Emil Pahlke (1828–1893), er blieb bis 1871 im Amt und wurde von Gottfried Eschmann (1834–1890) abgelöst. Eschmann war dann von 1872 bis 1886 Bürgermeister und wurde von Gottlieb Heinrich (1856–1927) abgelöst.
Nach einer weiteren Neuordnung der Kreise 1888 wurde Sonnborn aufgelöst, der östliche Teil wurde Elberfeld untergeordnet. Der westliche Teil kam zu Vohwinkel, das im selben Jahr selbstständig wurde.
Die Verkehrsinfrastruktur  
Sonnborn liegt auf der Talachse Wuppertals. Von der Schwebebahnhaltestelle Vohwinkel aus gesehen ist die Station Sonnborn die vierte. Seit 1870 existiert der Haltepunkt Wuppertal-Sonnborn an der Bahnstrecke Düsseldorf–Elberfeld, der seit 1988 ein reiner S-Bahn-Haltepunkt ist und von dem aus andere Stadtteile Wuppertals sowie die Städte Essen, Düsseldorf, Mönchengladbach und Hagen zu erreichen sind. Der Haltepunkt Wuppertal-Sonnborn wird von den Linien S 8 und S 9 der S-Bahn Rhein-Ruhr bedient.
Bemerkenswert an der Lage Sonnborns ist die Tatsache, dass das AutobahnkreuzSonnborner Kreuz  
Schwebebahn über der Autobahn (Sonnborner Kreuz)
in den späten 1960er Jahren mitten in den Ortskern gebaut wurde. Für dieses Vorhaben sind fast die Hälfte Sonnborns gerodet und zahlreiche, teils historische Gebäude abgerissen worden, darunter sogar die alte katholische Kirche,
Hauptkirche Sonnborn
die an anderer Stelle im Stil der 1970er wiedererrichtet wurde. Heute kreuzen sich dort die Bundesautobahn 46 mit der A 535, Landesstraße 418 und Landesstraße 74.
Gruss aus Sonnborn -1899

Nach der Fertigstellung des Autobahnkreuzes in Sonnborn 1974 wurde dieses als größtes und modernstes Autobahnkreuz in Europa gefeiert.
Die befestigte Straße von Elberfeld nach Sonnborn wurde auf Initiative von Johann Wilhelm Fischer 1809–1812 gebaut.
Bauwerke 
 

Bemalte Fassade eines Hauses in Sonnborn
 
Die frühmittelalterliche „Basilika“ bestand bis Mitte des 15. Jahrhunderts, sie wurde durch eine neue ersetzt. Diese wurde ihrerseits von 1836 bis 1838 vergrößert, fiel 1917 einem Brand zu Opfer. 1922 bis 1926 wurde dann die große Sonnborner Hauptkirche an der Sonnborner Straße erbaut. Besonders bedeutend ist die Kirchenorgel aus der Orgelwerkstatt Faust. Die zwei Glocken aus dem 15. Jahrhundert sind die ältesten im Wuppertaler Raum.
Der kleine Feuerwehrdrache am Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr in Sonnborn
 
Söhne und Töchter des Ortes 
  • Werner Graeff: Deutscher Maler, Bildhauer, Grafiker und Fotograf ( * 24. August 1901 - † 29. August 1978 in Blackburg, Virginia)

    Sonnborn mit der klassizistischen Kirche von 1838


    Quelle: www.wikipedia.de

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